Interview mit Drummer Robert Arndt – von Neubrandenburg in die Welt

Heute möchte ich euch einen sehr begabten und talentierten Musiker aus Neubrandenburg vorstellen. Robert Arndt. Schon mit 5 Jahren begann er Schlagzeug zu spielen und ist mittlerweile sehr erfolgreich mit seiner Band Acranius unterwegs, die das Genre Brutal Death Metal bedient und mit der er schon auf der ganzen Welt Auftritte hatte. Rob überzeugt jedoch nicht nur in brutalen Blastbeat-Attacken, sondern begeistert sich auch für verschiedenste andere Musikrichtungen. Seht selbst:

 

Hast du mit Acranius dein musikalisches Ziel erreicht oder hast du noch ganz andere Visionen?

R: In ganz jungen Jahren habe ich oft davon geträumt mal ein großer Rockstar zu werden, die großen Hallen zu füllen und auf den größten Festivals der Welt zu spielen. Mein Musikgeschmack hat sich in meiner Jugend stark verändert und ich fühlte mich im Bereich der Metal-Musik, besonders Death Metal, heimisch. Mittlerweile kenne ich einige meiner frühen Vorbilder persönlich und konnte mit Ihnen bereits zusammen auf einer Bühne stehen. Klar würde ich mir wünschen, mal vor 100.000 Menschen zu spielen. In dieser Musikszene ist das allerdings sehr unwahrscheinlich. Ich bin glücklich über unseren Erfolg mit Acranius und habe definitiv eines meiner großen musikalischen Ziele erreichen können: auf Bühnen in vielen verschiedenen Ländern zu spielen. Dazu gehören beispielsweise die USA, Europa, Israel und Russland.

 

Bist du trotz der „Auftritts-Routine“ immernoch aufgeregt vor Auftritten?

R: Ehrlich gesagt bin ich meistens nicht mehr aufgeregt. Im August werden wir allerdings auf dem Summerbreeze Open Air spielen und ich muss ehrlich zugeben, dass ich da schon ziemlich aufgeregt bin. Das Festival umfasst eine Besucherzahl von knapp 50.000.

 

Hast du neben Acranius noch andere Band-Projekte am Laufen?

R: Ich habe noch ein Black Metal Projekt namens Dodsdrift am Laufen. In der Zukunft wird man sicher was von uns hören. Wir halten uns momentan sehr bedeckt und die Wenigsten wissen von der Existenz dieser Formierung.

 

Wer ist dein größtes Schlagzeug-Vorbild?

R: Ich habe kein konkretes Vorbild mehr. Früher war es Joey Jordison als ich noch sehr jung war. Mittlerweile sind Schlagzeuger die mich inspirieren Gavin Harrison, Lille Gruber und Eric Moore

 

Warst du von Anfang an bei Acranius dabei oder wie habt ihr euch gegründet?

R: Die Band hat sich im Jahre 2009 formiert. Ich bin erst Anfang 2014 dazugestoßen. Vorher war ich für die Brutal Tech Death Metal Band Pighead am Schlagzeug tätig.

 

Wer hat dich musikalisch beeinflusst bzw. beeinflusst dich immernoch?

R: Die oben genannten Schlagzeuger nach wie vor. Früher waren Slipknot musikalisch meine größte Inspiration. Heute hole ich mir aus allen Musikbereichen Anregungen und Ideen. Ich möchte flexibel sein und vielfältig. Metal ist nicht die einzige Musikrichtung die mich stets inspiriert hat. Ich höre tatsächlich sehr viel Progressive Rock, Gospel, Hip Hop, Pop und gelegentlich auch mal Funk und Jazz. Die Band mit dem wohl größten Einfluss auf meine musikalische Entwicklung war vermutlich Porcupine Tree. Ich liebe die Jungs.

 

Was war dein schönster/schlimmster Auftritt bzw. das peinlichste Erlebnis auf der Bühne?

R: Die meisten Auftritte machen Spaß! Schlimm sind die schlecht organisierten Shows für die man dann auch noch sehr weit angereist ist. Sowas erlebt man ab und an mal aber im Großen und Ganzen sind die Shows alle sehr genießbar. Die coolsten Momente habe ich vermutlich in den USA erleben dürfen. Peinlich war eine meiner ganz frühen Shows mit Pighead. Da habe ich während des Auftrittes doch tatsächlich mal eine komplette Hälfte eines Songs vergessen. Ich hab einfach irgendwas gespielt. Das war scheußlich haha.

 

Wie oft in der Woche übst du?

R: Ich spiele fast täglich und übe intensiv vielleicht ein Mal die Woche.

 

Wann und wo habt ihr euren nächsten Auftritt?

R: Oh ich glaube die nächste Show die wir spielen ist am 11.08.2018 als Support für Misery Index in Rostock. Da freue ich mich sehr drauf, da Misery Index zu meinen Lieblingsbands gehören. In der Woche darauf geht es dann nach Dinkelsbühl zum Summerbreeze Open Air.

 

Hier findet ihr Rob’s Band Acranius

Tags
Teile diesen Artikel