Anfang August wurden 33 Bergleute in einer Mine im Norden von Chile verschüttet. Auch in Trossingen, dem Heimatort der Hohner-Mundharmonikas, waren die Menschen berührt vom Schicksal der Kumpel.
Der Musikwissenschaftlerin Karin Berg-Kotterba kam die Idee, nicht nur Nahrung und Medizin, sondern auch etwas zur Freude zu stiften. Sie beschloss, 33 schwäbische Mundharmonikas nach Chile schicken, und entschied sich für den Typ „Puck“ von Hohner. Der Großhändler habe ihr ein örtliches Musikgeschäft als möglichen Sponsor vorgeschlagen.
„Wir haben dann keine fünf Minuten überlegen müssen“, sagt Petra Hermann, Besitzerin des Klavierhauses Hermann in Trossingen. Sie stiftete 33 der kleinen Instrumente. Vergangenen Dienstag ging es für die Mundharmonikas dann per Luftpost nach Chile. „Ich hoffe, dass sie in den nächsten Tagen ankommen“, sagt Hermann. „Musik trägt schließlich zum Wohlbefinden bei und baut psychische Belastungen ab.“
Quelle: www.welt.de
